Presse


Schwäbische Post 12.01.09

Schwoba-Gwidd‘r in farbenprächtigem Häs

„Carneval in Rio“ in der Dreißentalhalle: Stefan Mayer managt als musikalischer Leiter und Vorstand die Guggen

Bombenstimmung in der Dreißentalhalle am Samstagabend: Zum vierten Mal lud die Gugga-Musig „Schwoba-Gwidd’r“ zur karnevalesken Gaudi ein. Und die Begeisterung schwappte über.


Lothar Schell

„Schwoba-Gwidd‘r“präsentierte das neue Häs. (Fotos: Lothar Schell)

Auch unter den Gästen: die Flegga-Zoddler aus Horb am Neckar.

Oberkochen. Gugga-Musiken brauchen nicht lange, um den Funken aufs Publikum überspringen zu lassen. Vor allem dann nicht, wenn ganz unterschiedliche musikalische Gattungen präsentiert werden. Dafür sorgten die Gäste: die Gmendr Altstadt Fäger, die Flegga-Zoddler aus Horb am Neckar, Überdruck Wetzgau und einige andere Gruppen. Sie alle waren dabei, um der Gugga-Musig Schwoba Gwidd‘r zum Doppeljubiläum zu gratulieren.
Seit 15 Jahren besteht der Verein, erst zehn Jahre in Unterkochen zu Hause, dann nach Oberkochen umgesiedelt, dort probt man im Schützenhaus. Zweiter Anlass der Gugga-Jubel-Feier: Seit dem ersten Tag des Bestehens ist Stefan „Jimmy“ Meyer Vorstand und musikalischer Leiter in Personalunion. Das Sahnehäubchen und besondere Geheimnis wurde allerdings erst kurz vor Mitternacht gelüftet, als die Schwoba-Gwidd'r ihr neues, farbenprächtig-schillerndes Häs vorstellten.
Zum ersten Mal präsentierten sich die „Gwidderer“ mit einer Larve. Und so trieben die Gugga-Musiken über vier Stunden lang ihr musikalisch-rhythmisches Unwesen, zwischen forte und fortissimo und doch melodiös, bombastisch im Kollektiv beim Monsterkonzert, aber auch ganz individuell in der speziellen musikalischen Ausrichtung.
„Unser Stil ist flott und fetzig“, meinte Stefan Meyer und sie legten los, was das Zeug hielt. Carneval Brazil im altehrwürdigen Dreißental. Die ganze Palette der Blechblasinstrumente war zu bewundern und die Besucher hielt es vor Begeisterung schließlich nicht mehr auf den Sitzen.
Mittendrin unübersehbar und sichtlich stolz auf seine 32 Aktiven ist Stefan Meyer und erklärt: „Sie haben das neue Häs verdient, das 9000 Euro gekostet hat.“

 



Aalener Nachrichten 14.01.09

Oberkochener Guggen feiern brasilianisch

 

OBERKOCHEN (pm) Mit heißen Rhythmen hat die Oberkochener Guggen-Musig Schwoba Gwidd'r in der Dreißental-Halle ihr neues Häs vorgestellt. Erstmals tragen die Guggen eine Maske.

Voll besetzt war die Dreißental-Halle, als die Oberkochener Guggen ihr neues Häs präsentierten. Den Auftakt zu einem stimmungsgeladenen Abend machten die Kocher Fetza aus Aalen. Sofort sprang der Funke auf die Gäste über - und hielt den gesamten Abend an.

Viele Gruppen machen Stimmung

Für Stimmung sorgten unter anderem auch die Guggen-Musiken der Gmendr Altstadtfäger, der Flegga-Zoddler aus Horb am Neckar, der Blechschlüpfer aus Uhingen sowie weitere Gruppen aus der Region. Der Höhepunkt des Abends kam kurz vor Mitternacht, als die Gwidderer ihr neues Kostüm dem Publikum vorstellten: leuchtendes Gold mit rot-weißen Applikationen und zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins mit einer Maske.

Die fröhlichen Gesichter mit ihrem beleuchteten Federschmuck begeisterten die Anwesenden. Nach dem abschließenden "Monsterkonzert" wurde noch bis früh in den Morgen gemeinsam weitergefeiert. Nicht zu vergessen, dass auch noch zwei Geburtstage zu feiern waren. Der Verein besteht nunmehr seit 15 Jahren, zehn davon in Unterkochen und die letzten fünf Jahre in Oberkochen.

Stefan "Jimmy" Meyer ist als Gründungsmitglied für 15 Jahre Tätigkeit als Vorsitzender sowie als musikalischer Leiter geehrt worden. Die Guggen fiebern bereits dem Ostalb-Umzug am 18. Januar entgegen. Dann werden die neuen Kostüme einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.


SchwäPo 07.02.2009


Mega-Party mit vereintem Guggen-Blech
Mit „Blechpower“ der Oschtalb-Ruassgugga bebte gestern erstmals das Foyer der Greuthalle

Mit großen klanglichen Gefühlen, lautstarken Rhythmen von Fanfare zu Schunkellied legten sich die vereinten Guggen gestern ins Blech. „Blechpower“ der Oschtalb Ruassgugga ließ die Guggenfans im Foyer der Greuthalle bis mitten in die Nacht hinein ausgelassen feiern.


Ulrike Wilpert

Aalen. Wer sich gegen 19 Uhr durch den nachgebauten dunklen Bergstollenmund in den Partykessel des Foyers hindurchgeschoben hatte, konnte die geballte Stimmung, die der Abend mit sich bringen würde, nur erahnen. Geordnet in Reih’ und Glied saßen die Besucher an den Tischen – Jung neben Alt, hippe Hästräger neben „Alltagsmenschen“. An der Bar bedienten die Oschtalb Ruassgugga im schwarzen Vereinsshirt – umringt von Männern und Frauen in Bergmannstracht, dem aktuellen Guggenhäs. Präsident Matthias Iden und der musikalische Leiter Pirmin Heusel trauern anfangs noch ein wenig der langjährigen Blechpower-Location, dem Aalener Rathaus, nach. „Das Rathausfoyer war von der ersten Stunde an immer schon voll besetzt“, meinen sie beim Blick auf die noch freien Stühle.
Doch schon als die als mit „Schwoaba Gwidd’r“ aus Oberkochen die erste Guggenmusik zum Marsch auf die Bühne bläst, scheint alles vergessen. „Egal, Schnee von gestern“, gibt sich Iden bei der offiziellen Eröffnung sehr versöhnlich. Die Oschtalb-Ruassgugga, sagt er, hätten die Chance genutzt, um „Blechpower“ in alter Tradition neu aufzustellen.
Neu war an diesem Abend auch die Maske der Oberkochener Guggen. Als der „Carneval in Rio“ im prunkvollen Gold und Rot mit seinen majestätisch-schwingenden Reifröcken einzieht, hält es keinen im Publikum mehr auf seinem Stuhl. Es wird geklatscht, gejohlt, gelacht und gesungen. Die Meckergoißa der Aalener Fasnachtszunft steigen auf die Stühle. Der Boden bebt. Der Rhytmus ist da, lange bevor „Schwoaba Gwidd’r die ersten Fanfaren schräg-schön von der Bühne schmettert.
In einem Saal-Eck hat auch eine kleine Abordnung des Aalener Rathauses Platz genommen – Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher, Kulturamtsleiter Walter Funk und Stadtarchivar Dr. Roland Schurig wiegen die Köpfe dezent im Takt, während „Jimmy“ Stefan Meyer, der musikalische Chef von „Schwoaba Gwidd’r“ längst schon unter seinem Sousaphon auf der Bühne schwitzt. 15 Kilo, erklärt er später, wiegt das Schweizer Kostüm, und sechs Kilo die Maske.
Die „Pausen“ füllt die „Limes Liner Partyband“. „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ – das Publikum klatscht sich weiter in Stimmung. Und mit den „Gmender Gassafetza“ bebt der Saal bereits kurz vor 21 Uhr. Partyhits wie „Schickeria“, „Final Countdown“, „Fürstenfeld“ lassen zwei Publikums-Hexen einen spontanen Besen-Boogie tanzen. Und Waschbrett, Becken, Glocken, Trompeten und Posaunen werden bedient von „Gugg A Bar“: Guggen, die Cocktails, Sektkühler oder Korken phantasievoll auf ihren Köpfen balancieren.
Das Publikum feiert auf Hochtouren und der Abend ist noch lange nicht zu Ende: „Überdruck“ aus Wetzgau, die „Lachabatscher“ aus Waldstetten, „Bloosarsch“ aus Peterzell – und natürlich die Oschtalb-Ruassgugga werden das Publikum noch bis nach Mitternacht in Partylaune halten.


5. Gwidd`r-Gaudi 09.01.2010

Noten-Legastheniker“ werden immer seltener

Bei der fünften „Gwidd’r-Gaudi“ in Oberkochen begeistert das „Monsterkonzert“ mit neun Gruppen die Besucher in der Dreißentalhalle

„Für uns ist das der maßgenaue Auftakt in die fünfte Kampagne, auch wenn wir als Guggenmusiker eigentlich das ganze Jahr über Saison haben“, betont Stefan Meyer, Vorsitzender, „Obergugg“ und musikalischer Leiter in Personalunion beim „Schwoba Gwidd’r“.

Lothar Schell

Oberkochen. Die altehrwürdige Dreißentalhalle ist am Samstagabend ein musikalisches Tollhaus. Zum Monsterkonzert der Guggenmusiken treffen sich neun Gruppen und Gugga-Freunde aus dem ganzen Land. „Man kennt sich, freut sich, wenn man sich wiedersieht, geht begeistert mit, es gibt keine Konkurrenz unter uns“, meint ein Mitglied der VIP-Guggen, die aus Stuttgart nach Oberkochen gekommen sind. Viele wollen dabei sein, die Gwidd‘r-Gaudi ist längst aus den Windeln raus. „Wir haben klein angefangen, inzwischen müssen wir vielen Gruppen absagen“, betont Stefan Meyer.
Die Kocher-Lein-Kracher aus Abtsgmünd marschieren ein und alles steht Kopf. Guggamusik ist Gemeinschaftssache, man spürt es. Die VIP-Guggen aus Stuttgart gehen begeistert mit, der Funke schlägt von der ersten Minute an aufs Publikum in der „Guggahalle“ im Dreißental über. Natürlich gibt es noch „Noten-Legastheniker“, aber die Akustik ist verfeinert, eine Mischung aus Professionalität und rhythmischer Begeisterung. Und die Instrumentenvielfalt – von der Trompete bis zum gewaltigen Sousaphon – ist fast grenzenlos. Der musikalische Nährboden ist gelegt für Notenfurzer aus Waldhausen, die Stuttgarter VIP-Guggen und für den amtierenden deutschen Guggamusikmeister, die Edafetzer aus Ehningen. Jede Gruppe hat ihre eigene musikalische Philosophie.
Stefan Meyer vom gastgebenden „Schwoba-Gwidd’r schreibt alle Lieder selbst – mitreißende Musik und hervorragend geeignet für viele Anlässe. Alle sind „im schrägen Gewitter“, vom siebenjährigen Marius bis zur „Gugga-Oma“ mit 57. „Wir sind das ganze Jahr über beschäftigt, auch bei Festen, Jubiläen und anderen Veranstaltungen“, sagt Stefan Meyer. Damit finanziert man das Vereinsleben. Kostüme und Instrumente gehen ins Geld.
Die „Gwidd‘r Gaudi“ lebt von der Vielfalt. Kaum enden wollender Beifall für die „Nuilermer Schlierbachfetzer“, die Oschdalb-Ruassgugga und die Jagsttal-Gullys. Die „wilden Tage“ sind akustisch und optisch eingeläutet. Ein besonderer Mosaikstein ist die „Chrom-Nickel-Kupfer-Band“ aus dem südbadischen Gengenbach. Mit dem Zug sind sie angereist und dort haben sie schon erste Stimmungsproben serviert. Ein Blick auf ihre Instrumente lohnt sich – alles noch selbst gemacht, handgefertigt. Schräge Musik mit Kopf, Herz und Hand.
Stolz ist „Obergugg“ Stefan Meyer auch auf seine Truppe, die beim Ostalbumzug 2009 fürs neue Kostüm, das man in der Schweiz anfertigen ließ, den ersten Preis erhalten hat. Mit dem will man am kommenden Freitag beim Nachtumzug in Kösingen für Augenschmaus sorgen.
 

© Schwäbische Post 10.01.2010 

 

Guggenmusiker lassen es krachen

Bei der fünften „Gwidd’r Gaudi“ haben neun Guggenmusiken in der Dreißentalhalle ein wahres
Guggenmusik-Inferno entflammt. Neben
Bei der fünften „Gwidd’r Gaudi“ haben neun Guggenmusiken in der Dreißentalhalle ein wahres Guggenmusik-Inferno entflammt. Neben

(OBERKOCHEN/jo) Bei der fünften „Gwidd’r Gaudi“ haben es neun Guggenmusiken in der Dreißentalhalle ordentlich krachen lassen. In die Dreißentalhalle hatte das Oberkochener „Schwoba Gwidd’r“ Kapellen aus dem ganzen Land eingeladen.

Schon bei der Eröffnung des Konzerts durch die „Ko-Lei-Kracher“ aus Abtsgmünd war es vorbei mit der Stille in der Kocherstadt. Dabei war es wegen der herrschenden Schneeverhältnisse bis kurz vor Beginn der Gaudi gar nicht sicher, ob auch alle Bands kommen. Doch am Ende waren alle da und entfesselten getreu dem Motto „Gwidd’r Gaudi“ ein wahres Guggenmusik-Inferno. Mit den „Notenfurzern“ aus Waldhausen folgte eine Guggenmusik aus der Region. Gar garstig anzusehen waren die „Nuilemer Schliebachfetzer“. In ihren schwarzen und auf staubig getrimmten Kostümen, die mit Spinnweben versehen waren, sahen sie aus wie Vampire oder Zombies. Einige hatten mit entsprechenden Kontaktlinsen einen im wahrsten Sinne des Wortes stechenden Blick.

Aus Stuttgart kamen die VIP-Guggen und aus Plochingen die Chaosguggen. Natürlich durften die „Oschtalb-Ruasguggen“ in ihrem Bergmannhäs und die „Jagsttalgullys“ nicht fehlen. Zu hören waren neben den gängigen Gassenhauern aus Schlager und Pop auch wahre Symphonien. Natürlich schräg und mit viel Rhythmus. Mit den „Edafetzer“ aus Ehningen waren auch die amtierenden deutschen Guggenmusikmeister zu Gast.

Eine Besonderheit stellte die Chrom-Nickel-Kupfer-Band aus Offenburg dar. Die Band feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum und fertigt alle Instrumente in liebevoller Kleinstarbeit selbst. Die Instrumente seien schwieriger zu spielen, sagte Werner Gmeiner, Vorsitzender der Band. Da die Band viel unterwegs sei, dürfe man, im Gegensatz zu anderen Guggenmusiken, auch erst ab 16 Jahren mitmachen. Bedingt durch die Bauart der Instrumente spielten die 15 Bandmitglieder dann auch eher eine Guggenmusik der leisen Töne, wobei das auch noch ganz schön laut war. Die zahlreichen Fans kamen dabei voll auf ihre Kosten und feierten bis weit nach Mitternacht.

Aalener Zeitung 10.01.2010
 

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